| Stromversorgung
Wer für das Wintercamping in Livigno Solarzellen kauft, hat sein
Geld vielleicht nicht optimal investiert. Besser wäre eventuell ein
Generator.
 Wenige
Sonnenstunden am Tag sowie der häufige Schneefall machen den Generator
zum Zubehör, ohne das viele Wohnmobilisten nicht mehr auskommen. Die
vielen aufgeklappten Satellitenschüsseln auf den Dächern der
Clous, Flairs, Hymers und wie sie alle heißen, verraten wozu man
den Strom wohl braucht.
Erst wenige Plätze haben Stromanschluß, und wenn, dann ist
er nur mit 3 Ampere abgesichert. Der gesamte Platz an der Via Pemont wurde
erst am 23. Dezember 97 von 3 auf 6 Kilowatt aufgerüstet (einschließlich
der Platzbeleuchtung). Das ist für 100 Wohnmobile natürlich entschieden
zu wenig.
An Kaffeemaschinen, Föhns oder gar elektrische Heizung ist nicht
zu denken. Man ist froh, wenn die Batterie geladen ist und die Heizungsgebläse
laufen.
Die
Kehrseite der Medaille ist natürlich die Lärm- und Geruchsbelästigung.
Wenn Wohnmobile mit 1,5 Meter Abstand in Reih und Glied stehen, ist es
dem Frieden schon einmal abträglich, wenn der Zweitaktergeruch dem
Nachbarn das Abendessen verdirbt oder der Krach bis spät in die Nacht
die Kinder nicht schlafen läßt.
Der Betreiber des nebenstehenden Zweitakters wollte die dezent zugehaltene
Nase jedenfalls nicht wahrhaben und schaute einfach wieder zum Fernseher.
Beim Strom ist sich eben jeder selbst der Nächste. |